Politik

Das Berghain empfiehlt: Geht am Sonntag wählen! Wir empfehlen: Geht am Sonntag raven!!!

Man kann das Internet diese Woche nicht aufmachen, ohne dass einem irgendwo entgegen springt, man solle in Berlin am Sonntag wählen. Weil am Sonntag der Weltuntergang droht! Habt ihr noch nicht gehört? Am Sonntag zieht die AfD wahrscheinlicher ins Berliner Landesparlament ein!!!1!!1!!

Halbwegs denkbegabte Menschen wissen zwar, dass wählen gerade mal gar nichts bringt, aber so richtig flächendeckend hat sich das scheinbar nicht rumgesprochen. Daher noch mal: Wählen ändert gar nix und selbst Superfatalisten, die das „kleinere Übel“ wählen, liegen falsch. Denn das kleinere Übel gibt es nicht. Wer sollte das auch sein?

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Politik

„Was fehlt, ist eine wirklich linke Position“

Foto: Montecruz Foto/Creative Commons/Flickr/via

Blockupy meldet sich zurück und ruft auf, am Freitagmorgen das Arbeitsministerium zu blockieren. Wir haben uns mit einer Aktivistin des linksradikalen Bündnis getroffen.

HATE: Ihr wollt am Freitag ab 7:30 Uhr morgens das Arbeitsministerium in Berlin blockieren. Warum sollte irgendjemand so früh aufstehen und da mitmachen?

Blockupy: Um das zu beantworten, reicht doch ein Blick in die Zeitung. In den letzten Monaten ging es dort vor allem um den Brexit, die AfD, den Rechtsruck, die sogenannte Flüchtlingskrise und wachsende Armut. Meistens kommen dort nur zwei verschiedene Meinungen vor. Es gibt eine rechte Opposition, die sagt, dass es nicht genug Abschottung gibt, dass Flüchtlinge zu gut behandelt werden. Demgegenüber steht ein Block, den ich neoliberal-technokratisches Lager nennen würde, das von den Grünen bis Merkel reicht. Die stehen für zwar für ein gewisses Maß an Offenheit, verteidigen diese aber für den Preis der sozialen Ungleichheit. Was fehlt, ist eine wirklich linke Position und die wollen wir aufzeigen.

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Kunst

HATE empfiehlt die Ausstellung GABBER NATION

Bei Gabber denken immer alle gleich an Rotterdam. Das ist zwar richtig, aber die harte Technoversion gab es nicht nur in niederländischen Städten, sondern auch in der friesischen Provinz. Und genau dorthin hat es unsere Freundin, die Künstlerin Henrike Naumann verschlagen, die sich die friesische Gabber-Kultur mal genauer angeschaut hat.

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DIESDAS

„Und deswegen haben wir gesagt: Das wollen wir nicht.“

Bild: Screenshot via Youtube

Karl-Heinz Dellwo nahm an den Hausbesetzungen Anfang der 70er in der Hamburger Ekhofstraße teil, schloss sich Anfang der 70er dem bewaffneten Kampf der RAF an, musste als Folge Ende der 70er eine lange Haftstrafe antreten und gründete nach seiner Entlassung unter anderem den Laika Verlag. Man kann Dellwo getrost als den klarsten und brillantesten Denker der Gruppe bezeichnen, der sich von der gewalttätigen Vergangenheit, im Kontext des Scheiterns der RAF, ausdrücklich distanziert hat, dabei jedoch nie die notwendige Überwindung der Verhältnisse in Frage stellte und stellt, wie das sehenswerte Interview von Michael Krons beweist:

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DIESDAS

Das Problem mit dem Ruf nach Diversity in Hollywood

Bild: Flickr/Creative Commons/Nabeelah Is/via

Als Anfang März der erste Trailer des Ghostbusters-Remakes im Netz veröffentlicht wurde, fielen viele der Reaktionen anders als erwartet aus. Statt Begeisterung hagelte es wütende Tweets, Blogposts und Facebook-Kommentare von denen, die sich monatelang auf den Film gefreut hatten. Und es war nicht das erste Mal, dass das Ghostbusters-Remake Entrüstung hervorrief.

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DIESDAS

Palast von Julian Vogel im Lichtblick Kino

Am kommenden Samstag zeigt das Lichtblick Kino Julian Vogels Film Palast (OmeU) von Julian Vogel zu sehen. Im Rahmen der 10 Days, 10 “achtung” Films sind sowohl der Regisseur als auch Produzentin Jana Raschke anwesend, berichten im Anschluss vom Entstehungsprozess dieser großartigen Dokumentation über das Pallasseum (Pallas), das zweifelsfrei eines der schönsten Gebäude Berlins ist.

EXBlicks: Palast (OmeU) – in presence of the director Julian Vogel and producer Jana Raschke
21.03., 18 Uhr
Lichtblick-Kino Berlin
Kastanienallee 77

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Politik

Traditionell Gefahrengebiet: Artikel über das Kottbusser Tor der letzten Jahre

Die Stimmung am Kotti kippt! So schlimm war es nie! Die Kriminialität explodiert!


BZ am 21.10.2000: U8 Die U-Bahn der Sucht:

U-Bahnhof Kottbusser Tor. Es ist 13.30 Uhr. Die Schule ist gerade aus. Zwei junge Männer lehnen am Fotoautomaten – da wo die Passbilder gemacht werden. Eine 13-jährige Schülerin geht an ihnen vorbei. Einer von beiden murmelt aus dem Mundwinkel: „Haschisch, Heroin“. Das Mädchen geht weiter.

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Politik

Holocaust mit Soljanka – Ein Ausflug in die ostdeutsche Verschwörungszene

Ein Erlebnisbericht von René Seyfarth

Er wollte nur ein Baugerüst organisieren, um die Fassade seines Eckhauses im ostthüringischen Altenburg zu sanieren. Für einen Privatmann in der DDR ein Ding der Unmöglichkeit, doch der findige ehemalige Angehörige der Handelsmarine wusste sich zu helfen und setzte ein Schreiben nach Bonn auf: Gibt es einen Gerüstbauer in Hessen oder Franken, welcher ihm ein solches zur Verfügung stellen könne? Im Gegenzug für die Bereitstellung eines solchen Gerüsts würde er nicht nur sein Restaurant Zur Deutschen Einheit nennen, sondern auch bei ebenjenem Gerüstbauer entgeltfrei arbeiten, bis seine Schuld beglichen sei. Was nämlich gar nicht gehe sei die Schuldknechtschaft durch Bankkredite. Sein Schreiben fand jedoch keinen positiven Zuspruch. Ganz im Gegenteil wird er seitdem von US-amerikanischen Behörden überwacht, da sein System der gegenseitigen Leistung statt der Nutzung von Geldgeschäften den internationalen Finanzkapitalismus zum Kollaps zu bringen droht. Mit dieser Anekdote über den Widerstandsgeist, welcher ihm von seiner sozialdemokratisch geprägten Familie aus Pfarrern und Handwerkern in die Wiege gelegt sei, beginnt der Erlebnisgastronom Jürgen Lange die Führung durch seine seit Januar eröffnete Dauerausstellung „2000 Jahre – Des deutschen Volkes Leidensweg“.

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Politik

Verstaatlicht Uber!

Bild: Flickr/Creative Commons/via http://bit.ly/1XrEO2v

Die Computer nehmen uns die Arbeit weg: Schon seit einigen Jahren formiert sich ein Elitendiskurs über eine neue Welle der Automatisierung durch Künstliche Intelligenz und Robotik. Die Protagonisten dieser Erzählung sind selbstfahrende Autos, autonome Roboter und intelligente Software, die in Kürze ganze Branchen umkrempeln und, wie zuletzt im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert, Millionen von Jobs überflüssig machen werden.

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