DIESDAS

Das Problem mit dem Ruf nach Diversity in Hollywood

Bild: Flickr/Creative Commons/Nabeelah Is/via

Als Anfang März der erste Trailer des Ghostbusters-Remakes im Netz veröffentlicht wurde, fielen viele der Reaktionen anders als erwartet aus. Statt Begeisterung hagelte es wütende Tweets, Blogposts und Facebook-Kommentare von denen, die sich monatelang auf den Film gefreut hatten. Und es war nicht das erste Mal, dass das Ghostbusters-Remake Entrüstung hervorrief.

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Palast von Julian Vogel im Lichtblick Kino

Am kommenden Samstag zeigt das Lichtblick Kino Julian Vogels Film Palast (OmeU) von Julian Vogel zu sehen. Im Rahmen der 10 Days, 10 “achtung” Films sind sowohl der Regisseur als auch Produzentin Jana Raschke anwesend, berichten im Anschluss vom Entstehungsprozess dieser großartigen Dokumentation über das Pallasseum (Pallas), das zweifelsfrei eines der schönsten Gebäude Berlins ist.

EXBlicks: Palast (OmeU) – in presence of the director Julian Vogel and producer Jana Raschke
21.03., 18 Uhr
Lichtblick-Kino Berlin
Kastanienallee 77

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Politik

Traditionell Gefahrengebiet: Artikel über das Kottbusser Tor der letzten Jahre

Die Stimmung am Kotti kippt! So schlimm war es nie! Die Kriminialität explodiert!


BZ am 21.10.2000: U8 Die U-Bahn der Sucht:

U-Bahnhof Kottbusser Tor. Es ist 13.30 Uhr. Die Schule ist gerade aus. Zwei junge Männer lehnen am Fotoautomaten – da wo die Passbilder gemacht werden. Eine 13-jährige Schülerin geht an ihnen vorbei. Einer von beiden murmelt aus dem Mundwinkel: „Haschisch, Heroin“. Das Mädchen geht weiter.

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Politik

Holocaust mit Soljanka – Ein Ausflug in die ostdeutsche Verschwörungszene

Ein Erlebnisbericht von René Seyfarth

Er wollte nur ein Baugerüst organisieren, um die Fassade seines Eckhauses im ostthüringischen Altenburg zu sanieren. Für einen Privatmann in der DDR ein Ding der Unmöglichkeit, doch der findige ehemalige Angehörige der Handelsmarine wusste sich zu helfen und setzte ein Schreiben nach Bonn auf: Gibt es einen Gerüstbauer in Hessen oder Franken, welcher ihm ein solches zur Verfügung stellen könne? Im Gegenzug für die Bereitstellung eines solchen Gerüsts würde er nicht nur sein Restaurant Zur Deutschen Einheit nennen, sondern auch bei ebenjenem Gerüstbauer entgeltfrei arbeiten, bis seine Schuld beglichen sei. Was nämlich gar nicht gehe sei die Schuldknechtschaft durch Bankkredite. Sein Schreiben fand jedoch keinen positiven Zuspruch. Ganz im Gegenteil wird er seitdem von US-amerikanischen Behörden überwacht, da sein System der gegenseitigen Leistung statt der Nutzung von Geldgeschäften den internationalen Finanzkapitalismus zum Kollaps zu bringen droht. Mit dieser Anekdote über den Widerstandsgeist, welcher ihm von seiner sozialdemokratisch geprägten Familie aus Pfarrern und Handwerkern in die Wiege gelegt sei, beginnt der Erlebnisgastronom Jürgen Lange die Führung durch seine seit Januar eröffnete Dauerausstellung „2000 Jahre – Des deutschen Volkes Leidensweg“.

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Politik

Verstaatlicht Uber!

Bild: Flickr/Creative Commons/via http://bit.ly/1XrEO2v

Die Computer nehmen uns die Arbeit weg: Schon seit einigen Jahren formiert sich ein Elitendiskurs über eine neue Welle der Automatisierung durch Künstliche Intelligenz und Robotik. Die Protagonisten dieser Erzählung sind selbstfahrende Autos, autonome Roboter und intelligente Software, die in Kürze ganze Branchen umkrempeln und, wie zuletzt im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert, Millionen von Jobs überflüssig machen werden.

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Shopping Is Civil War

Arbeit – Freizeit – Schlaf ist das scheinbar in Stein gemeißelte Triumvirat des idealen Alltags im Kapitalismus. Der Mensch stellt seine Arbeitskraft zur Verfügung, um existenzielle Bedürfnisse zu befriedigen, aber auch um sich Sachen leisten zu können, die ihn in seiner Freizeit von der Lohnarbeit ablenken, damit er möglichst schnell wieder bereit für selbige ist. Der britische Kulturwissenschaftler John Hutnyks hat sich in seinem Aufsatz Shopping is Civil War anhand unterschiedlicher Musikvideos mit dem Irrsinn des Shoppings in der warenförmigen Gesellschaft beschäftigt:

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Kunst

„Haiti ist ein kaputtes Paradies“ – Das Museum of Trance ist zurück in Berlin

Ihr erinnert Euch vielleicht: Im Oktober 2015 hatten wir unsere Freundin, die Künstlerin Henrike Naumann interviewt. Damals hat sie gerade Geld für ihr „Museum of Trance“ gesammelt, das sie gemeinsam mit dem Musiker Bastian Hagedorn während der Ghetto Biennale auf Haiti errichten wollte. Seit zwei Wochen sind die beiden wieder zurück in Berlin und wir wollten natürlich wissen es war.

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Politik

Das Lower Class Magazine berichtet aus Kurdistan: „Es gibt in Deutschland immer noch wenig Bewusstsein darüber, wie schlimm die Situation hier gerade ist.“

Foto: O-Young Kwon | aboutideas.net

Die Lage in den kurdischen Gebieten ist verwirrend und der interessierte Beobachter fragt sich oftmals: Ist das jetzt in Syrien oder in der Türkei? Was bedeutet das Verhängen einer Ausgangssperre in der Realität? Wie ist die PKK einzuschätzen?

Da die Freunde und Kollegen vom Lower Class Magazine zur Zeit zusammen mit dem Fotografen O-Young Kwon (aboutideas.net) vor Ort sind, haben wir die Gelegenheit genutzt und telefonisch nachgefragt.

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Politik

Endlich Beweise für den brutalen Mülltütenmordanschlag auf Berliner Polizeibeamte aufgetaucht!

Nachdem sich „szenetypisch“ gekleidete Menschen im „Gefahrengebiet“ Rigaer Straße im Nordkiez zu Berlin letzte Woche nicht auf die Machtspielchen eines Kontaktbereichsbeamten einlassen wollten und sich gegen eine der ständig stattfindenden willkürlichen Personalienüberprüfungen wehrten, dreht die Polizei am Rad. Mit 500 Beamten wurde ohne rechtliche Grundlage das Hausprojekt Rigaer 94 gestürmt und gefährliche Gegenstände wie Feuerlöscher und Briketts zum Beheizen der Öfen beschlagnahmt:

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Satire im Jahr 2016: Linksdeutsche Wutbürger und Charlie Hebdo

Nazis haben kleine Pimmel, sind voll doof und Rechtschreibung können sie auch nicht. So sieht Satire in Deutschland aus Sicht all jener aus, die auf der richtigen Seite wähnen und natürlich im Sinne der Selbstvergewisserung auch nicht müde werden das zu betonen. Man könnte sie als das linksliberale Wutbürgertum bezeichnen. Sie sind demokratischen Werten verpflichtet und Dank akkurater Schablonen immer auf dem neuesten Stand, z.B. welches Kulturprodukt diese Werte gerade gefährdet. Gerne wird Musik als Highway in die Barbarei diffamiert, neben dem unsäglichen und richtigerweise bekämpften Rechtsrock ist das zum einen Straßenrap. Dieser eigent sich perfekt um lauthals SEXIST!, RASSIST!, NATIONALIST! etc. zu blöken. Um Straßenrap aus der Perspektive des Bildungsbürgers zu karikieren, geht allerdings plumper Rassismus klar! Aber auch weniger elaborierte Rockbands wie Frei.wild und Böhse Onkelz gleicht der linksdeutschen Genussmensch gerne mit den transportierten Inhalten seiner Helden mit den guten Texten ab. Die Koordinaten sind dann Tocotronic oder jene zwischen Autonomem Zentrum und FDP pendelnde Sprachakrobaten mit den guten Texten. Aber auch die ganz eigene Definition von Meinungsfreiheit ist kennzeichnend für dieses Milieu. Die an sich lobenswerte Abneigung gegenüber den Nebenwidersprüche dieser Welt wird durch ein recht eindimensionales Kunst- und Kulturverständnis ergänzt.

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What’s left behind

Der Fotograph OWIEOLE hat in seiner Reihe What’s left behind persönliche Dinge, Alltagsgegenstände und Kleidungsstücke, die Menschen auf der Flucht an den Stränden um Izmir zurückgelassen haben, dokumentiert. Jeder der Artefakten erzählt eine Geschichte, impliziert Hoffnungen, Ängste, Träume und macht die Strapazen der Flucht erahnbar. Für weitere Fotostrecken besucht unbedingt seine Seite owieole.de!

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Juri Sternburg war auf dem Weihnachtsmarkt und hat gegen den Terror getrunken

Langeweile herrscht. Wetter ist schlecht, Laune ist mittelmässig. Die Terrorangst geht um in Kaltland. Hinter jedem Busch, in jedem Rollkoffer wird ein vermeintlicher Attentäter vermutet. Dann lese ich eine Headline, die mich aus der üblichen Facebook-Lethargie reisst: „Risiko-Experte rät: Gehen Sie ins Stadion und auf den Weihnachtsmarkt“. Donnerwetter, so viele Fragezeichen in einer Überschrift. Erstens: Was zum Kuckuck ist ein Risiko-Experte? Ich hoffe inständig, dass wir hier von dem Gesellschaftsspiel reden, alles andere wäre sinnlos. In diesem Fall wäre aber mein Kumpel Mafo der grösste Risiko-Experte. Zweite Frage: Warum rät der Experte uns, speziell diese Orte der hemmungslos gelebten Profanität aufzusuchen? Wie sehr ärgert sich Deso Dogg, wenn ich mir ein Rubbellos kaufe und betrunken durch ein Spiegelkabinett laufe? Und vor allem: Ist das nicht ganz normal, ins Stadion oder auf den Weihnachtsmarkt zu gehen? Also zumindest wenn man Bock auf Alkohol, viele Menschen und eine handfeste Schlägerei hat. Und zu guter Letzt: Warum beschweren sich Menschen über HEFTIG-Überschriften, wenn irgendwelche CDU-Postillen mit derlei Unsinn ihre Artikel ankündigen dürfen? Dem musste ich natürlich auf den Grund gehen!

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