Politik

Traditionell Gefahrengebiet: Artikel über das Kottbusser Tor der letzten Jahre

Die Stimmung am Kotti kippt! So schlimm war es nie! Die Kriminialität explodiert!


BZ am 21.10.2000: U8 Die U-Bahn der Sucht:

U-Bahnhof Kottbusser Tor. Es ist 13.30 Uhr. Die Schule ist gerade aus. Zwei junge Männer lehnen am Fotoautomaten – da wo die Passbilder gemacht werden. Eine 13-jährige Schülerin geht an ihnen vorbei. Einer von beiden murmelt aus dem Mundwinkel: „Haschisch, Heroin“. Das Mädchen geht weiter.

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Politik

Diskussion ums Kotti: Wenn Ex-Linke Angst vor Ausländern haben

Bild: Flickr/Creative Commons/via

Eigentlich wusste man schon wie der Donnerstagabend verlaufen würde, bevor er überhaupt angefangen hatte. Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum hatte gemeinsam mit dem Verein Kotti e.V. zur Podiumsdiskussion „Kippt der Kotti?“ unters Dach eingeladen. Auf dem Podium saß, genau wie im Publikum, ein Querschnitt derer, die man als alteingesessenen Akteure des Kottis bezeichnen könnte: Oben waren das Richard Stein, der unter anderem das Möbel Olfe und den Südblock mitbetreibt, Angelika Levi vom der Mietergemeinschaft Kotti & Co, die Bezirksstadträtin Jana Borkamp von den Grünen, Ercan Yasaroglu vom Cafe Kotti und Mark Terkessidis, der sich Anfang Januar mit einem reißerischen Artikel im Tagesspiegel in die Debatte eingebracht hatte.

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Politik

Holocaust mit Soljanka – Ein Ausflug in die ostdeutsche Verschwörungszene

Ein Erlebnisbericht von René Seyfarth

Er wollte nur ein Baugerüst organisieren, um die Fassade seines Eckhauses im ostthüringischen Altenburg zu sanieren. Für einen Privatmann in der DDR ein Ding der Unmöglichkeit, doch der findige ehemalige Angehörige der Handelsmarine wusste sich zu helfen und setzte ein Schreiben nach Bonn auf: Gibt es einen Gerüstbauer in Hessen oder Franken, welcher ihm ein solches zur Verfügung stellen könne? Im Gegenzug für die Bereitstellung eines solchen Gerüsts würde er nicht nur sein Restaurant Zur Deutschen Einheit nennen, sondern auch bei ebenjenem Gerüstbauer entgeltfrei arbeiten, bis seine Schuld beglichen sei. Was nämlich gar nicht gehe sei die Schuldknechtschaft durch Bankkredite. Sein Schreiben fand jedoch keinen positiven Zuspruch. Ganz im Gegenteil wird er seitdem von US-amerikanischen Behörden überwacht, da sein System der gegenseitigen Leistung statt der Nutzung von Geldgeschäften den internationalen Finanzkapitalismus zum Kollaps zu bringen droht. Mit dieser Anekdote über den Widerstandsgeist, welcher ihm von seiner sozialdemokratisch geprägten Familie aus Pfarrern und Handwerkern in die Wiege gelegt sei, beginnt der Erlebnisgastronom Jürgen Lange die Führung durch seine seit Januar eröffnete Dauerausstellung „2000 Jahre – Des deutschen Volkes Leidensweg“.

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Politik

Verstaatlicht Uber!

Bild: Flickr/Creative Commons/via http://bit.ly/1XrEO2v

Die Computer nehmen uns die Arbeit weg: Schon seit einigen Jahren formiert sich ein Elitendiskurs über eine neue Welle der Automatisierung durch Künstliche Intelligenz und Robotik. Die Protagonisten dieser Erzählung sind selbstfahrende Autos, autonome Roboter und intelligente Software, die in Kürze ganze Branchen umkrempeln und, wie zuletzt im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert, Millionen von Jobs überflüssig machen werden.

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DIESDAS

2016 wird Kreuzberg endgültig zum Zombieland

Wenn die letzte Fassade saniert ist, der zehnte Veganz eröffnet hat, man in der Markthalle Neun endlich unter sich ist, weil die letzten Asozialen aus dem Kiez verdrängt wurden und das Balg bereits mit 5 Jahren die wichtigsten Asanas auf chinesisch schreiben kann, werdet Ihr schon noch merken, dass Granola Seeds Blähungen verursachen!

Schöner Artikel in der zitty zur bevorstehenden Schließung von HGs Revolutionsbedarfsladen M99: zitty.de/kreuzbergs-letzter-kampf

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DIESDAS

Shopping Is Civil War

Arbeit – Freizeit – Schlaf ist das scheinbar in Stein gemeißelte Triumvirat des idealen Alltags im Kapitalismus. Der Mensch stellt seine Arbeitskraft zur Verfügung, um existenzielle Bedürfnisse zu befriedigen, aber auch um sich Sachen leisten zu können, die ihn in seiner Freizeit von der Lohnarbeit ablenken, damit er möglichst schnell wieder bereit für selbige ist. Der britische Kulturwissenschaftler John Hutnyks hat sich in seinem Aufsatz Shopping is Civil War anhand unterschiedlicher Musikvideos mit dem Irrsinn des Shoppings in der warenförmigen Gesellschaft beschäftigt:

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Kunst

„Haiti ist ein kaputtes Paradies“ – Das Museum of Trance ist zurück in Berlin

Ihr erinnert Euch vielleicht: Im Oktober 2015 hatten wir unsere Freundin, die Künstlerin Henrike Naumann interviewt. Damals hat sie gerade Geld für ihr „Museum of Trance“ gesammelt, das sie gemeinsam mit dem Musiker Bastian Hagedorn während der Ghetto Biennale auf Haiti errichten wollte. Seit zwei Wochen sind die beiden wieder zurück in Berlin und wir wollten natürlich wissen es war.

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