Bild: Flickr/Creative Commons/marcobellucci, via

Heute Morgen gab es im altehrwürdigen Deutschlandfunk ein Interview mit dem fast genauso altehrwürdigen Soziologen Heinz Bude. Bude sollte dem Radiosender die Frage beantworten, wie der ganze Hass aus der rechtsextremistischen Rechten in die Mitte der Gesellschaft kommt. Das hatte nämlich der Verfassungsschutz herausgefunden, der ja immer eine astreine Quelle ist.

Heinz Bude redete also von denen, die sich alleingelassen fühlen, vom Unterschied zwischen Wut und Hass, von Hate-Speech im Netz und – großer Bogen- auch von uns:

„Es gibt in Berlin ein Magazin, das heißt „Hate“. Das nennt sich ein „Magazin für Lebensstil und soziale Relevanz“. Das ist eher von einer linken Seite, aber es ist interessant, dass die Kategorie Hass zu einer möglichen Äußerung, einer legitimen Äußerung der Öffentlichkeit werden kann und man sagen kann, man muss doch irgendwann auch mal seinen Hass – und jetzt kommt die wichtige Kategorie – auf das System selber projizieren.“

Wir freuen uns natürlich, dass endlich jemand anerkennt, dass wir es waren, die den Hass gesellschaftsfähig gemacht haben, können aber jemanden, der von Extremismus und Mitte der Gesellschaft redet, leider auch nicht ganz ernst nehmen. „Magazin für soziale Relevanz“ heissen wir natürlich auch nicht.

Wer das Interview trotzdem komplett hören möchte, oder uns nicht glaubt, dass das tatsächlich passiert ist, der findet es in der Mediathek des Deutschlandfunks um 8:10.

Nachtrag: Hier findet Ihr das komplette Interview.