DIESDAS

Warum Eure Reisen und Instagrambilder die Pest des 21. Jahrhunderts sind

Bild: Christian Haugen, via Flickr (CC BY 2.0)

Ein Blick auf Facebook oder Instagram beweist: Thailand oder neuerdings Sri Lanka sind längst das neue Malle. Antiseptisch gefilterte Bilder vom weißen Traumstrand stehen sinnbildlich für die totale Gleichförmigkeit des vermeintlich individuellen Urlaubs. Robert Stark wird stinksauer, wenn er genauer über dieses Reiseverhalte nachdenkt:

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RAVE

Eins, zwei, Techno: Elliver hat einen astreinen Mix aufgenommen

Bild: Jess Mester

Heute haben wir mal keinen elaborierten Text für Euch. Weil Ostern vor der Tür steht und damit das Viertägige Rave-Wochenende. Aber vor allem, weil die weltbeste Elliver, Super-DJ und Freundin des Hauses, uns eins ihrer superexklusiven und megagroßartigen Technosets aufgenommen hat.

Elliver Hatecast by HATEmagazin on hearthis.at

Das könnt ihr jetzt, genau wie wir, hoch und runter hören. Und mal was anderes als lesen machen. Ist doch auch schön. Rave on!

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Politik

Hass allein genügt nicht mehr – Daniel Kulla zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, zu Nationalismus und Klassenkampf

Bild: umsganze

„Rumms!“ titelt heute morgen die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle und nennt den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt ein „politisches Erdbeben“ – mit 24,2 Prozent zweitstärkste Kraft, nur wenig mehr als 5 Prozent hinter der CDU, außerdem 15 der 43 Direktmandate aus fast der ganzen Südhälfte des Landes. Den Rassismus, der damit weiter auf dem Vormarsch ist, will die MZ aber nicht so nennen; nur einmal taucht er verklausuliert als „Fremdenfeindlichkeit“ auf.

Viele linke Reaktionen auf die Wahl: Panzerbildchen, Kotze-Icons und – deutlich weniger als nach der Hessen-Wahl – Auswanderungs-Stoßseufzer. Es hilft nun aber „kein höh’res Wesen“, keine „Night Witches“, keine „Red Army Sniper“, keine „RAF from England“. Der deutsche Staat ist weiterhin auf dem Zenit seiner politischen und ökonomischen Macht, kein anderer Staat wird ihn vorläufig stoppen. Was hilft, ist, die Lage zu analysieren und Schlüsse daraus zu ziehen.

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Politik

Traditionell Gefahrengebiet: Artikel über das Kottbusser Tor der letzten Jahre

Die Stimmung am Kotti kippt! So schlimm war es nie! Die Kriminialität explodiert!


BZ am 21.10.2000: U8 Die U-Bahn der Sucht:

U-Bahnhof Kottbusser Tor. Es ist 13.30 Uhr. Die Schule ist gerade aus. Zwei junge Männer lehnen am Fotoautomaten – da wo die Passbilder gemacht werden. Eine 13-jährige Schülerin geht an ihnen vorbei. Einer von beiden murmelt aus dem Mundwinkel: „Haschisch, Heroin“. Das Mädchen geht weiter.

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Politik

Diskussion ums Kotti: Wenn Ex-Linke Angst vor Ausländern haben

Bild: Flickr/Creative Commons/via

Eigentlich wusste man schon wie der Donnerstagabend verlaufen würde, bevor er überhaupt angefangen hatte. Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum hatte gemeinsam mit dem Verein Kotti e.V. zur Podiumsdiskussion „Kippt der Kotti?“ unters Dach eingeladen. Auf dem Podium saß, genau wie im Publikum, ein Querschnitt derer, die man als alteingesessenen Akteure des Kottis bezeichnen könnte: Oben waren das Richard Stein, der unter anderem das Möbel Olfe und den Südblock mitbetreibt, Angelika Levi vom der Mietergemeinschaft Kotti & Co, die Bezirksstadträtin Jana Borkamp von den Grünen, Ercan Yasaroglu vom Cafe Kotti und Mark Terkessidis, der sich Anfang Januar mit einem reißerischen Artikel im Tagesspiegel in die Debatte eingebracht hatte.

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Politik

Holocaust mit Soljanka – Ein Ausflug in die ostdeutsche Verschwörungszene

Ein Erlebnisbericht von René Seyfarth

Er wollte nur ein Baugerüst organisieren, um die Fassade seines Eckhauses im ostthüringischen Altenburg zu sanieren. Für einen Privatmann in der DDR ein Ding der Unmöglichkeit, doch der findige ehemalige Angehörige der Handelsmarine wusste sich zu helfen und setzte ein Schreiben nach Bonn auf: Gibt es einen Gerüstbauer in Hessen oder Franken, welcher ihm ein solches zur Verfügung stellen könne? Im Gegenzug für die Bereitstellung eines solchen Gerüsts würde er nicht nur sein Restaurant Zur Deutschen Einheit nennen, sondern auch bei ebenjenem Gerüstbauer entgeltfrei arbeiten, bis seine Schuld beglichen sei. Was nämlich gar nicht gehe sei die Schuldknechtschaft durch Bankkredite. Sein Schreiben fand jedoch keinen positiven Zuspruch. Ganz im Gegenteil wird er seitdem von US-amerikanischen Behörden überwacht, da sein System der gegenseitigen Leistung statt der Nutzung von Geldgeschäften den internationalen Finanzkapitalismus zum Kollaps zu bringen droht. Mit dieser Anekdote über den Widerstandsgeist, welcher ihm von seiner sozialdemokratisch geprägten Familie aus Pfarrern und Handwerkern in die Wiege gelegt sei, beginnt der Erlebnisgastronom Jürgen Lange die Führung durch seine seit Januar eröffnete Dauerausstellung „2000 Jahre – Des deutschen Volkes Leidensweg“.

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