Kunst

HATE empfiehlt die Ausstellung GABBER NATION

Bei Gabber denken immer alle gleich an Rotterdam. Das ist zwar richtig, aber die harte Technoversion gab es nicht nur in niederländischen Städten, sondern auch in der friesischen Provinz. Und genau dorthin hat es unsere Freundin, die Künstlerin Henrike Naumann verschlagen, die sich die friesische Gabber-Kultur mal genauer angeschaut hat.

Für die Dauer ihrer Residency im Kunsthuis SYB ist sie, gemeinsam mit sechs anderen deutschen, niederländischen und dänischen Künstlerinnen und Künstlern in die lokale Gabberkultur Frieslands eingetaucht. Gemeinsam haben sie sich gefragt: Wie sieht die eigentlich aus und wie ist sie entstanden? Sie besuchen historische Orte, Musikevents und andere Treffen, dabei entsteht ein Archiv an Photos, Videos und Objekten.

Während der Sound der Heipalen die Gabber-Bass-Drum Rotterdams geprägt hat, ist das kleine Dorf Beetsterzwaag ein äußert ruhiger und friedlicher Ort. Wie zeigt sich der Zerstörungswille, den jeder junge Mensch verspürt, in einem Umfeld wie diesem?

Und das erwartet Euch dort: Mit Merle Vorwald analysiert Henrike Naumann den ‚Dome‘ der Thialf-Arena in Heerenveen und die Donnerkuppel aus dem Film „Mad Max 3“. Mit dem Musiker Bastian Hagedorn entsteht das Bass Drum Archive, ein Soundarchiv mit den Basslines der bedeutendsten Gabbertracks. Mit Johannes Büttner (HATE Magazin) erforscht sie die Ausdrucksformen der Sub-Kultur im Dorf und die jugendliche Explosionskraft. Der Amsterdamer Photograph Boris Postma begibt sich mit Naumann in seine eigene Gabberjugend und sucht nach Spuren der Apokalypse. In Kollaboration mit Tea Palmelund wird eine Publikation im Stil eines Gabber-Fanzine für die Ausstellung produziert. Mit der Künstlerin Ekaterina Burlyga beschäftigt sich Naumann mit der Gabberszene in NRW und dem nationalistischen Potential der Szene.

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Die Ausstellung „Gabber Nation“ eröffnet am 23. Juli 2016 um 15 Uhr im Kunsthuis SYB und läuft bis zum 27. Juli 2016. Weitere Infos gibt es hier.

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