Politik

Traditionell Gefahrengebiet: Artikel über das Kottbusser Tor der letzten Jahre

Die Stimmung am Kotti kippt! So schlimm war es nie! Die Kriminialität explodiert!


BZ am 21.10.2000: U8 Die U-Bahn der Sucht:

U-Bahnhof Kottbusser Tor. Es ist 13.30 Uhr. Die Schule ist gerade aus. Zwei junge Männer lehnen am Fotoautomaten – da wo die Passbilder gemacht werden. Eine 13-jährige Schülerin geht an ihnen vorbei. Einer von beiden murmelt aus dem Mundwinkel: „Haschisch, Heroin“. Das Mädchen geht weiter.


Berliner Kurier am 24.03.2002: Wo es in Berlin am gefährlichsten ist:

Autos werden aufgebrochen, Wohnungen leer geräumt, Läden überfallen, Passanten ausgeraubt. So raubten drei junge Männer, die am Kottbusser Damm in ein Taxi stiegen, den Fahrer aus, nachdem sie ihn mit einer Gaspistole bedroht hatten. Zwei maskierte Männer lauerten der Kassiererin eines Supermarkts am Kottbusser Tor auf, bedrohten sie am Liefereingang mit einem Messer. Die Täter erbeuteten die Einnahmen des Vortags, entkamen unerkannt.


WELT am 10.05.2004: Die gefährlichsten Orte Berlins:

Gleich sechs kriminalitätsbelastete Orte gibt es in der Polizeidirektion 5 (Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln): Kottbusser Tor, Volkspark Hasenheide, Hermannplatz, U-Bahn-Linie 8, Görlitzer Park und ein orientalisches Teehaus an der Katzbachstraße, in dem sich Kriminelle treffen. Die anderen Orte sind vor allem im Visier der Rauschgiftfahnder.


Spiegel Online am 28.02.2009: Drogenkiez in Berlin: Kreuzbergs Kotti unter Druck:

Ihrem Ärger machen die Kreuzberger am Freitagabend Luft, rund 250 sind in den Festsaal gekommen. Ercan Yasaroglu, 50, Sozialarbeiter und Sprecher der Bürgerinitiative vom Kottbusser Tor, berichtet von Dealern, die Bewohner bedroht und angegriffen hätten, er spricht von einer „Angst- und Gewaltspirale“, die am Ende zur Selbstjustiz führen könnte. „Wir trauen uns kaum, unsere Kinder allein auf die Straße zu lassen“, sagt eine Mutter. Mehrere türkischstämmige Anwohner glauben, die Stadt dränge die Drogenszene absichtlich ins Viertel, weil hier viele Ausländer lebten. „Es macht keinen Spaß mehr, in Kreuzberg zu leben“, sagt eine Frau.



WELT am 15.02.2012: Die Parallelwelt der Junkies
:

Ein junger, dunkel gelockter Mann will nur die U-Bahn erreichen, fühlt sich gestört. „Gib Gas“, sagt ein Dealer, „geh weiter!“ und scheucht ihn mit erhobener Hand davon. Ein anderer kommt, guckt eindringlich mit großen schwarzen Augen, preist den Kunden 50 Milliliter feinstes Tilidin an, ein starkes, opiumartiges Schmerzmittel.


Berliner Kurier am 08.04.2014: Berlin kriminell: Die gefährlichsten Orte der Hauptstadt:

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