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HATEmix :: Ultraviolett Dreamland Hate Grammar

Ultraviolett ist Lieblings-DJ, Freundin des Hauses und ehemaliges Redaktionsmitglied. Ihr könnt Euch also vorstellen, wie sehr wir uns über ihren Mix gefreut haben.

Hier findet ihr Ultraviolett im Netz:
Ultraviolett @ Resident Advisor
Ultraviolett @ Soundcloud
Perspectives Festival

HATE: Ultraviolet, wir haben Dich nach einen Mix gefragt. Was für Musik hast Du aufgenommen?
Sehr alte Musik, ganze neue Musik und dann noch sehr persönliche Musik.

HATE: Findest Du, dass die aufgenommene Musik zum HATE Magazin passt? Oder war Dir das egal?
Das Mixtape habe ich extra für HATE angefertigt. Ich brauche das auch, also ein Thema beim Auflegen, ein festgelegtes Setting, einen extra Input. Ich interessiere mich für so unterschiedliche Musikrichtungen, da bin ich auch gerne mal überfordert. Normalerweise nehme ich allerdings keine Mixe auf, weil ich das Live-Gefühl, die Vergänglichkeit, den spontanen Moment lieber mag.

HATE: Was für Musik hast Du aufgenommen?
Ihr habt mir ja gesagt, dass es ganz schön schwierig war, Frauen für Mixe zu gewinnen, also habe ich versucht, möglichst viele Produzentinnen mit reinzunehmen. Ich hätte eigentlich gerne noch mehr Frauen drin gehabt. Zum Beispiel Rona Geffen, Kablam, Klara Lewis, Born in Flamez, We Will Fail, Gazelle Twin und ein paar andere, die ich gerade sehr spannend finde.

HATE: Was für ein DJ-Typ bist eigentlich? Introvertiert, extrovertiert? Geplant, spontan? Ganz anders?
Beim Auflegen bin ich über die Jahre extrovertiert geworden. Ich mag die Performance. Ich tanze und rave ja auch selber gerne. Ich liebe den Live-Moment, die Atmosphäre und die Menschen. Dabei ist mir egal, ob ich auf einer Party auflege oder bei einem Essen spiele. Ich mag das einfach. Manchmal bin ich dann auch etwas zu spontan, was, auch nach fast zwanzig Jahren, die Technik gefährden kann. Aber mir geht es ja sowieso nicht um ein von Ingenieuren festgelegtes Verständnis von Handwerk, sondern um darum einen ganz speziellen Moment zu erzeugen und zu erleben.

HATE: Was ist denn das Beste am DJ-Job?
Ich zeige Menschen einfach gerne tolle Musik. Ich bin, was Musik angeht, wie eine Comic-Sammlerin: ich suche immer nach Neuem und Unbekanntem. Das ist für mich einfach das Größte! Ich mag aber auch den Ablauf des Jobs: man legt in dem Job Strecken zurück, legt auf und am Tag darauf erholt man sich wieder davon…

HATE: Und was ist das Schlimmste?
Radikaler Wettbewerb, Billig-Gagen, Tinnitus, Schlafmangel und damit einhergehend Schlafrhythmusprobleme. Die Menschen nerven auch oft. Falsche Freunde, geschlechtsspezifische Lohnungleicheit, sexistische Techniker_innen und Night Manager_innen, unehrliche Veranstalter, gekränkte Türsteher und diese ganzen unausgesprochene Regeln gehören leider auch dazu. Ich spiele deswegen auch nur noch in sehr wenigen Läden richtig gerne.

HATE: Gibt es einen Track auf dem Mix, der Dir ganz besonders viel bedeutet?
Nicht nur einen, mehrere! Meine erste Platte überhaupt ist dabei, die ich mit zehn auf dem Flohmarkt kaufte, zwei meiner ersten DJ Platten, die ich mit 15 Jahren bei Tasmaniac in Barcelona kaufte. Sonst so: Heldinnen, Role Models, heisser Scheiss.