Wir haben Freunde des Hauses um neue Musik angeschnorrt. Sie waren freundlich und haben uns Mixe gemacht, dafür sind wir sehr dankbar. Es erleichtert uns das Warten auf den Mai 2015, der wird nämlich spannend.

Den Anfang macht Johannes Klingebiel aus Köln, der kürzlich das Label Ancient Future gegründet und zusammen mit den Labelgenossen diesen Mix gemacht hat.


HATE: Wie ist der Mix entstanden?

Ich habe gemeinsam mit meinen Labelkollegen von Ancient Future eine Menge Musik gesammelt und in einen Pool geworfen. Natürlich sind da auch ein paar Eigenproduktionen von uns und unseren Freunden reingeflogen.

HATE: Am Ende kommt dieser völlig utopische Track aus Trainspotting. Musst du dabei auch immer an den Film denken?

Eigentlich nicht. Also ich kenne den Song auch ursprünglich aus Trainspotting, aber ich muss dabei hauptsächlich an irgendwelche britischen Warehouse Raves in den 90ern denken (also das, was ich mir darunter vorstelle, ich war zu der Zeit ungefähr fünf Jahre alt). Das ist für mich so ein Song, den man nicht nicht gut finden kann. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man jemandem diesen Synthie-Sound am Anfang vorspielt und der ernsthaft sagen kann, dass er das scheisse findet. Okay, dann kommt halt irgendwann dieser 140bpm-Technobeat rein, das ist dann Geschmackssache. Deswegen haben wir davon auch unseren eigenen Edit gemacht, den man am Ende des Mixes hören kann. So können wir ihn auch auf unseren eigenen Warehouse Raves spielen, die sind grundsätzlich etwas langsamer und haben mehr Basslines. So wie dieser Edit.

HATE: Was hat es mit eurem Label Ancient Future auf sich?

Ancient Future ist ein kleines Kollektiv aus Künstlern, eine Gruppe, die in verschiedenen Konstellationen gemeinsam auflegt, Musik macht, Parties veranstaltet oder sonst irgendeinen Quatsch auf die Beine stellt. Im August haben wir unsere erste Platte releast, eine Compilation-EP mit unseren vier “Kern”-Künstlern. Die nächste Platte ist bereits in Planung, in der Zwischenzeit lohnt es sich auf jeden Fall immer mal auf unserer Bandcamp-Seite vorbeizuschauen. Zum Beispiel für besagten Underworld-Edit.

HATE: Hast du eine Anekdote von einer der HATE-Partys auf der du gespielt hast?

Also die beste HATE-Party war für mich das eine Mal in der Wilden Renate, wo ich mit Scott Cameron ein Liveset gespielt habe. Wir sind an dem Tag in Köln mit Scotts Auto um 13 Uhr losgefahren und hatten um ca. 13:15 eine Panne auf der Autobahn, kurz hinter Leverkusen. Man muss dazu sagen, wir haben von Autos ungefähr so viel Ahnung wie von Weltraumtechnik. Jedenfalls folgte darauf eine längere Odyssee durch das Ruhrgebiet, die verschiedene Werkstätten, verwirrte Techniker und Autohändler, Wartelounges mit Filterkaffee und Skispringen im Fernsehen, einen Wagenwechsel, sowie eine Führung durch die verschiedenen Tonstudios der Fachhochschule Düsseldorf beinhaltete. Wir kamen dann gegen 2:00 völlig durch in Berlin an und mussten um ungefähr 3:00 spielen. Es hat unfassbar Spaß gemacht.

Tracklist:
Bill Withers – Who is he & what is he to you? (Leftside Wobble Edit)
Ted Pilsner – Hello My Love
Siren – Wake Up My Children
Offset – Retro Future
Cobblestone Jazz – Before This (Dreems Re-Edit)
Blamma! Blamma! – Zsa Zsa (Eelke Kleijn Rmx)
Wesley Matsell – Rite Of Paint
Affi Koman – The Light
DWIG – Orange Evening
Rhode & Brown – Make Belive Ballroom (Glenn Astro Remix)
Dreems – In The Desert (Axel Boman Remix)
Lingby – Two (Johannes Klingebiel Remix)
Roman Flügel – Wilkie
Underworld – Born Slippy (Alma & Mater Edit)